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Amerikanische Verbraucherschützer wollen Übernahme von WhatsApp durch Facebook blockieren

Jakob Straub

Veröffentlicht

Verbraucherschutz-Organisationen in den USA haben bei der Kartellbehörde Beschwerde gegen den Kauf von WhatsApp durch Facebook eingereicht. WhatsApp hat seinen Nutzern mehrmals zugesichert, keine persönlichen Daten weiterzugeben. Bis geklärt ist, ob Daten von WhatsApp zu Facebook fließen, wollen Verbraucherschützer die Übernahme blockieren.

Amerikanische Verbraucherschützer reichen Beschwerde bei der Kartellaufsicht ein

Die Organisationen Electronic Privacy Information Center (EPIC) und Center of Digital Democracy (CDD) haben von der amerikanischen Regulierungsbehörde einen einstweiligen Stopp des WhatsApp-Deals gefordert. Die Beschwerde an die Federal Trade Commission (FTC) zählt Aussagen von WhatsApp auf, in denen das Unternehmen die Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte ausschließt. Genau dieses Versprechen, dass sich für WhatsApp-Anwender “nichts ändern” werde, sehen die Verbraucherschützer aber in Gefahr oder sogar gebrochen.

Amerikanische Verbraucherschützer wollen Übernahme von WhatsApp durch Facebook blockieren

Weitergabe von WhatsApp-Daten an Facebook?

Die Organisationen argumentieren, dass WhatsApp nach der Übernahme keinen Einfluss mehr hat und Facebook über die Nutzerdaten des Messengers verfügen kann. Zusätzlich sehen sie den Deal als mögliche Verletzung von Facebooks eigenen Bestimmungen zur Privatsphäre. Demnach verpflichtet sich das soziale Netzwerk, seine Nutzer über Änderungen zu informieren und wenn nötig Zustimmung einzuholen. Ein Kauf von WhatsApp durch Facebook war für Nutzer nicht vorherzusehen. Bislang haben beide Unternehmen noch keine Änderung ihrer Bestimmungen in Bezug auf den Deal bekannt gegeben.

Irreführende Geschäftspraktiken

Die Organisationen EPIC und CDD fordern von der Regulierungsbehörde eine Untersuchung. Dadurch soll erst der zukünftige Verbleib von Nutzerdaten geklärt werden. Bis die Zusammenarbeit und ein eventueller Datenabgleich der beiden Plattformen geklärt ist, soll die Kartellbehörde die Übernahme stoppen. Sollten von WhatsApp bereits Daten zu Facebook geflossen sein, könnte ein Verstoß gegen das Verbot irreführender Geschäftspraktiken vorliegen.

Unabhängig von jeglichen Versprechen kann WhatsApp die eigenen Nutzungsbestimmungen im Hinblick auf die Weitergabe von Nutzerinformationen ändern.

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Quelle: Ars Technica

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